Navigation
Freitag 15. und Samstag 16. September 2017 im Semperdepot / Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste, 1060 Wien

LETS PLAY Stage

Auf der LETS PLAY Stage finden spannende Vorträge und Diskussionen zum Themenbereich Games und Spieleentwicklung statt. Österreichische ExpertInnen und Brancheninsider beleuchten die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der lokalen Branche und ihr Innovationspotenzial, stellen aktuelle Ausbildungsmöglichkeiten in Österreich vor und diskutieren die neuesten wissenschaftlichen und pädagogischen Erkenntnisse im Umgang mit dem Medium.
Die AusstellerInnen erklären ihre Angebote und Produkte in Kurzpräsentationen und stehen dem Publikum für Fragen zur Verfügung.

Moderation: Robert Glashüttner (ORF, FM4)

Das detaillierte Programm folgt.

 

Keynote: Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Games-Branche in Österreich

In den letzten zehn Jahren ist die Game Branche in Österreich stark gewachsen. Die Anzahl der Unternehmen hat sich vervielfacht und auch die Vielfalt sowie der Spezialisierungsgrad der Firmen sind stetig angestiegen. Anfang der 2000er- Jahre waren die wenigen damals bestehenden Spieleentwicklerfirmen in Österreich (Sproing, JoWooD, Max Design) strategisch noch eher unflexibel und an große Verlage gebunden. Heute haben kleinere Firmen und mittelgroße Unternehmen die Möglichkeit, ihre Spielprojekte komplett selbstständig zu entwickeln und zu vermarkten. Die technischen Mittel, die es zum Entwickeln von Games braucht, sind leichter zugänglich und billiger denn je. Dazu kommen neue Finanzierungs- und Vertriebsmöglichkeiten, welche die Studios in ihrer Unabhängigkeit und wirtschaftlichen Flexibilität stärken.
Firmen wie Sproing, Mi’pu’mi oder Bongfish entwickeln eigene Spielemarken und arbeiten an langfristigen, internationalen Projekten in Zusammenarbeit mit globalen Publishern. Erweitert wird die lokale Branche durch junge, erfolgreiche Unternehmen wie Broken Rules, kunabi brother, stillalive, Rarebyte oder Lost in the Garden, deren GründerInnen oftmals QuereinsteigerInnen aus anderen Branchen sind oder die aus Studierendenprojekten entstanden sind. Aus diesem Umfeld rekrutiert sich die nächste Generation von Game-Developern, die durch die gut entwickelte Förderlandschaft und die sich stetig verbessernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den letzten Jahren umfangreicher und dynamischer geworden ist. (rg)

Johanna Schober gibt den BesucherInnen einen spannenden und umfassenden Einblick in die Game-Entwicklung des Landes. Sie ist Chief Operating Officer und Geschäftsführerin von Sproing, eines der führenden europäischen Entwicklungsstudios für Free-to-Play Spiele. Sie ist für die Studiostrategie, die Weiterentwicklung von Prozessen, Wachstum und Team-Management, sowie Human Ressources verantwortlich. Bei Sproing startete Johanna 2003 als Project Manager und Development Director bevor sie 2011 in die Geschäftsführung aufstieg. Johanna hat ursprünglich Informationswirtschaft und -management an der FH Salzburg studiert und hält einen MBA in Intra- und Entrepreneurship.

 

Keynote: Ausbildungsplatz Österreich

Eine ebenso starke Diversifikation hat bei den Ausbildungsstätten stattgefunden. Hatte im Bereich Games und Spieleentwicklung vor 15 Jahren nahezu nur die TU Wien vereinzelte Angebote, sind in den letzten Jahren spezialisierte Studiengänge von diversen österreichischen Fachhochschulen als auch Universitätsinstitute mit technischen und kulturwissenschaftlichen Studiengängen hinzugekommen. Der Bedarf nach kreativ, technisch, wirtschaftlich und wissenschaftlich geschulten Fachkräften hat die Games-Branche zu einem besonders lebendigen Zweig der Creative Industries werden lassen. Gesucht wird eine breite Palette an Skills: vom Programmierer zum Game-Designer, vom 3D-Artist zum Projektmanager, vom Übersetzer zum Komponisten. Darüber hinaus beschäftigen sich etwa auch unterschiedliche Design-Lehrgänge und geisteswissenschaftliche Studienrichtungen integrativ mit dem Thema Games. Viele Lehrangebote sind mit flexiblen Lehrplänen und Praxisübungen ausgestattet und interdisziplinär organisiert. (rg)

Lev Ledit beantwortet in seinem Vortrag die Fragen: Wo lernt man in Österreich, Spiele zu machen, und wie? Er führt die ZuhörerInnen durch die österreichische Ausbildungslandschaft zum Game-Entwickler und zeigt sehenswerte Arbeiten, internationale Erfolge und typische Projekte von Studierenden an Hochschulen. Dabei kreuzt er die unterschiedlichen Felder aus Technik – Gamedesign – Wirtschaft und Kunst. Er gibt einen konkreten Einblick in das, was er an neun dieser Hochschulen unterrichtet und geht kurz darauf ein, was ihn als Spielentwickler selbst antreibt. Lev unterrichtet Game-Design an folgenden Institutionen: TU Wien, Universität Wien, FH Wien, FH Technikum Wien, FH Salzburg, FH Joanneum, Donau-Univesität Krems, FH St.Pölten, FH Hagenberg.

 

Keynote: Digitale Spielpädagogik in Österreich

Über spielerische Gipfel und pädagogische Täler

Spiel, Lernen und Pädagogik hängen eng miteinander zusammen und Österreich hat sich als günstiger Nährboden für neue Initiativen und Projekte in diesem Bereich erwiesen. Erfüllen die Projekte ihren spielerischen als auch ihren pädagogischen Anspruch? Ist dieser (interdisziplinäre) Spagat überhaupt möglich? Wir gehen auf die Herausforderungen (=TÄLER) und die Möglichkeiten (=GIPFEL) von digitaler Spielepädagogik ein und beschreiben das Terrain in Österreich.
Im Beitrag wird ein Überblick über die wissenschaftliche Landschaft von Gaming in Österreich gegeben. Anschließend werden Highlights pädagogischer Spielentwicklungen erörtert sowie neue Projekte im sozialunternehmerischen, politischen und schulpädagogischen Kontext vorgestellt. Wir schließen den Beitrag mit den Top 3 Insights für spielpädagogische Maßnahmen!

Lena Robinson ist Experience Designerin, Sozialunternehmerin und Anthropologin. Sie ist Head of Inspiration bei Playful Solutions und Mitgegründerin von Lightspace. Sie ist in verschiedenen Projekten rund um Innovation, Lernen und Vermittlung involviert. Ihr wissenschaftlicher Background ist die Kultur- und Sozialanthropologie, Sozialwirtschaft und Soziale Arbeit. Arbeitserfahrung erhielt sie unter anderem bei dem Sozialunternehmen Three Coins, dass spielerische Finanzbildungs-Trainings für Jugendliche in mehreren Ländern anbietet.

Dr. Konstantin Mitgutsch ist Berater und Experte für Game Design, Gamification und Serious Games. Er ist Gründer des Unternehmens Playful Solutions, Lektor an der Akademie für Bildende Künste Wien und Freier Forscher am MIT Game Lab des Massachusetts Institute of Technology in Boston. Zu seinen Publikationen zählen Bücher wie „Schauplatz Computerspiele“ „Sports Video Games“ oder „Context Matters!“.

 

Präsentation: „A History of Austrian Computer Games“

Videospiele sind nicht nur eine der modernsten Unterhaltungs- und Kunstformen, sondern auch eine der schnelllebigsten. In Österreich begann der Videospiele-Boom zwar erst vor 25 Jahren, trotzdem sind auch hier schon viele Informationen verloren gegangen. Das Projekt „A History of Austrian Computer Games“ hat es sich zum Ziel gesetzt, die österreichische Spielegeschichte zu sammeln, zu bewahren und öffentlich zugänglich zu machen.
Sebastian Esberger hat mit Hilfe von Prof. Michael Wimmer und Martin Filipp (Mi’pu’mi Games) das Projekt im Zuge seiner Bachelorarbeit an der TU Wien umgesetzt. Er wird über die Abläufe und den Planungsaufwand berichten, seine Erfahrungen im Umgang mit der österreichischen Spielegeschichte teilen und das Ergebnis des Projekts veröffentlichen.


Lost in the Garden

"LIGHTFIELD" ist ein omnidirektionales und hyperfutiristisches Rennspiel, das diese Jahr für PlayStation 4 und Xbox One erscheinen wird. Es ist eine Mischung aus klassischem Arcade Racing und freiem fliegen, wie Parkour mit Raumschiffen und das ganze ohne vorgegebene Wege oder unsichtbare Wände.

Zum Ausstellerprofil

Partner